Was sollte vor Wireframes und Design passieren?

Ziele, Zielgruppen, bestehende Daten und relevante Suchintentionen sollten vor dem ersten Wireframe geklärt werden. Sonst wird die alte Struktur häufig nur neu gestaltet, obwohl die eigentlichen Probleme bei Navigation, Content oder Nutzerführung liegen.

Ein Content-Audit hilft dabei, bestehende Seiten zu bewerten: Was bleibt? Was wird zusammengeführt? Was muss neu geschrieben werden? Welche Seiten haben organische Sichtbarkeit oder wichtige Backlinks und dürfen nicht ohne Plan verschwinden?

Welche SEO-Risiken gibt es?

Veränderte URLs, fehlende Weiterleitungen, gelöschte Inhalte, neue Canonicals oder eine schwächere interne Verlinkung können Sichtbarkeit kosten. Eine Redirect- und Content-Migration gehört deshalb in den Relaunch-Plan und nicht erst in die letzten Stunden vor dem Launch.

Auch Sitemap, robots.txt, strukturierte Daten und Indexierbarkeit sollten vor Veröffentlichung geprüft werden. Nach dem Go-live empfiehlt sich ein erneuter Crawl, um technische Fehler früh zu erkennen.

Welche technischen Punkte gehören in die Planung?

Performance, Hosting, Formulare, Analytics, Consent, Bildoptimierung, Accessibility und die spätere Pflege sollten vor der Entwicklung entschieden werden. Ein technisch sauberes System ist nicht nur schnell, sondern auch für Redakteure und Entwickler nachvollziehbar.

Wann ist ein Relaunch wirklich abgeschlossen?

Der Go-live ist ein wichtiger Meilenstein, aber nicht das Ende. Danach sollten Indexierung, Core Web Vitals, Conversion-Pfade, Formulare und wichtige Suchanfragen beobachtet werden. Erst reale Nutzung zeigt, ob Annahmen aus Konzeption und Testphase stimmen.

Was gehört in die Abnahme vor dem Go-live?

Neben Design und Inhalten sollten Navigation, Formulare, interne Links, Weiterleitungen, Metadaten, strukturierte Daten, mobile Darstellung und Ladeverhalten geprüft werden. Auch Fehlerseiten, Sitemap, robots.txt und rechtliche Seiten gehören in die Abnahme. Für geschäftskritische Formulare empfiehlt sich zusätzlich ein echter Versandtest mit den produktiven Zugangsdaten.

Hilfreich ist eine feste Checkliste mit Verantwortlichen und dokumentierten Restpunkten. So wird der Launch nicht davon abhängig, dass einzelne Personen sich an offene Details erinnern, und technische oder redaktionelle Fehler lassen sich vor Veröffentlichung systematisch abarbeiten.

Für größere Websites ist zusätzlich ein dokumentierter Rollback-Plan sinnvoll, falls nach dem Go-live ein schwerwiegender technischer Fehler entdeckt wird.