Welche Fragen sollte man im Erstgespräch stellen?

Fragen Sie nach Vorgehen, Verantwortlichkeiten, Entscheidungswegen, Qualitätssicherung und danach, welche Leistungen intern oder extern erbracht werden. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Informationen die Agentur von Ihnen braucht, bevor sie eine Lösung empfiehlt.

Eine gute Agentur sollte erklären können, warum sie einen bestimmten Ablauf vorschlägt und an welchen Stellen Entscheidungen getroffen werden müssen.

Woran erkennt man ein gutes Angebot?

Ein gutes Angebot macht Scope, Annahmen, Abhängigkeiten, Leistungen und Nicht-Leistungen transparent. Es erklärt außerdem, wie Änderungen behandelt werden und welche Mitwirkung auf Kundenseite erforderlich ist.

Vorsicht ist sinnvoll, wenn ein Angebot schon sehr konkrete Lösungen verspricht, obwohl zentrale Fragen zu Zielgruppe, Inhalt oder technischer Ausgangslage noch offen sind.

Wie wichtig sind Referenzen?

Referenzen helfen, sollten aber zur Aufgabe passen. Wichtiger als bekannte Logos ist oft, ob die Agentur den Problemtyp versteht und ihr Vorgehen nachvollziehbar erklären kann.

Bei vertraulichen B2B-Projekten sind außerdem nicht immer alle Arbeiten öffentlich sichtbar. Deshalb lohnt es sich, nach vergleichbaren Herausforderungen, Prozessen und Verantwortlichkeiten zu fragen statt nur nach einer großen Logo-Wand.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit im Alltag?

Fachliche Qualität allein reicht nicht, wenn Zuständigkeiten unklar sind oder Entscheidungen im Projekt versanden. Klären Sie deshalb früh, wer auf beiden Seiten entscheidet, wie Feedback gebündelt wird und wie oft es Zwischenstände gibt. Das reduziert Reibung und macht Zeitpläne realistischer.

Wie sollte man mehrere Agenturen vergleichen?

Vergleichen Sie nicht nur Endpreise, sondern auch den jeweiligen Scope. Zwei Angebote können ähnlich aussehen und trotzdem unterschiedliche Leistungen enthalten: etwa Strategie, Text, Projektmanagement, technische QA oder Betreuung nach dem Launch. Erst wenn Deliverables und Annahmen nebeneinanderliegen, ist ein Preisvergleich wirklich aussagekräftig.

Auch die Besetzung des Projekts sollte klar sein. Fragen Sie, wer tatsächlich konzipiert, gestaltet und entwickelt und wer im Alltag Ihr Ansprechpartner ist. Gerade bei kleineren und mittleren Projekten kann ein eingespieltes Kernteam wichtiger sein als eine große Agenturstruktur mit vielen Übergaben.

Ein klarer Vergleich reduziert Missverständnisse und erleichtert die spätere Zusammenarbeit erheblich.